


Erste Tests zur digitalen Erfassung der Grabstein-Inschriften auf dem ältesten jüdischen Friedhof Europas mit einem Breuckmann-System.
Die etwa 1034 angelegte und bis Anfang des 20. Jahrhunderts genutzte Begräbnisstätte „Heiliger Sand“ in Worms gilt als der älteste jüdische Friedhof Europas. Namhafte jüdische Persönlichkeiten liegen auf dem etwa 2000 Gräber und rund 1400 Grabsteine umfassenden Gelände. Trotz der Einzigartigkeit und Bedeutung dieser Anlage sind die Inschriften der Grabsteine bisher nur wenig erforscht worden.
Das interdisziplinäre Zentrum für Wissenschaftliches Rechnen (IWR) der Universität Heidelberg hat sich nun der anspruchsvollen Aufgabe angenommen, diese Inschriften zu digitalisieren, zu erforschen und dauerhaft zu dokumentieren. Breuckmanns hochauflösendes System smartSCAN 3D-HE colour ermöglicht dabei eine vollständige, hochauflösende Erfassung der Grabsteine. Erste Auswertungen am Laptop können direkt vor Ort durchgeführt werden. Die bisherigen Tests sind vielversprechend: störende Verfärbungen oder Verschmutzungen können in den 3D-Daten ausgeblendet werden, so dass die Inschriften deutlich besser erkennbar sind als auf dem originalen Stein.
Die Erfassung der bereits verwitterten Grabsteine ist umso bedeutender als ihr Verfall durch moderne Umwelteinflüsse stark voranschreitet. Die mit dem smartSCAN 3D-HE colour gewonnenen 3D-Daten ermöglichen den Wissenschaftlern eine genaue Untersuchung, Interpretation und Dokumentation aller schriftlichen und grafischen Details, so dass das Breuckmann-System einen wertvollen Beitrag zur dauerhaften Konservierung dieser Inschriften leistet.
Ein ausführlicher Bericht zu diesem Projekt sowie eine Fotostrecke sind auf Spiegel online zu finden.
Projektpartner: Kulturelles Erbe und Landesdenkmalpflege Rheinland-Pfalz, Geographisches Institut der Universität Heidelberg sowie das Steinheim-Institut der Universität Duisburg