


Die Methoden der zunehmend optimierten industriellen 3D-Messtechnik finden vermehrt
Zugang in Einsatzgebieten wie Dentalmedizin, Kosmetik oder sogar Filmeffekten.
Mit unseren Speziallösungen für berührungsloses, präzises Erfassen von Zähnen, Haut,
Gesichtern oder von kompletten Körpern sind wir Ihr kompetenter, erfahrener Partner.

Die sogenannte virtuelle Anthropometrie ist eine neue Forschungsrichtung, die durch eine Zusammenarbeit von Experten aus verschiedensten Bereichen realisiert wird: So unterstützt der Wissensaustausch zwischen Anthropologen, Mathematikern, Mediziner, Physikern und Computerwissenschaftlern u.a. die Untersuchung und Rekonstruktion fossiler Fundstücke und Mumien, ermöglicht eine Verbesserung zahnmedizinischer Implantate sowie die Früherkennung von Krankheiten oder trägt zu einem besseren Verständnis des Wachstums von Menschen und Großaffen bei.
Zum Beispiel unterstützen auf 3D-Daten basierende Gesichtsrekonstruktionen die gerichtsmedizinische Identifizierung von Personen oder erlauben uns einen virtuellen Eindruck vom Aussehen ausgestorbener Populationen. Daneben wird diese Methode vermehrt bei Gesichtsoperationen genutzt, um bereits vor dem Eingriff das post-operative Aussehen des Patienten darzustellen.
Aktuell setzt sich eine ungarische Studie* zum Ziel, eine umfangreiche Sammlung morphometrischer Daten mit Hilfe von optischer 3D-Erfassung anzulegen. Aus diesen vielfältigen Informationen von über 1.000 Patienten wird dann eine Software zur Erstellung präziser kraniofazialer Rekonstruktionen programmiert. Eine biometrische Datenanalyse stellt die Zusammenhänge zwischen Knochenbau und Weichgewebe; diese Informationen dienen als Grundlage zur mathematischen 3D-Modellierung des fazialen Weichgewebes, vor allem der Nase. In Voruntersuchungen zur Studie erkannte die Forschungsgruppe, dass die dreidimensionale Gesichtserfassung im Vergleich zur Photogrammetrie schneller und präziser arbeitet und somit die für die Studie geeignete Methode darstellt.
*(“Morphometric research for developing the 3D facial reconstruction method from the purpose of historic- and forensic anthropology, and medicine”, Ágnes Kustár PhD, Hungarian Natural History Museum Department of Anthropology)
Daneben werden dreidimensionale Daten auch in den folgenden Bereichen weiterverarbeitet:
Das Senckenberg Museum in Frankfurt präsentiert in Zusammenarbeit mit dem Forschungsnetzwerk EVAN (European Virtual Anthropology Network) Bilder und Informationen über die aktuelle 3D-Forschung zur Entwicklungsgeschichte des Menschen. Mit modernen Techniken, wie das 3D-Oberflächen-Scanning und die Computertomografie werden innovative Untersuchungsmethoden entwickelt, die die Rekonstruktion von fossilen Hominiden ermöglichen.
Die Ausstellung wurde vom 21.03.2010 bis 16.05.2010 im Neuen Schloss
Meersburg gezeigt.
Nähere Informationen finden Sie in einem kurzen Beitrag von 3Sat zur ersten Ausstellung dieser Art, die 2007 in Frankfurt gezeigt wurde: Beitrag von 3Sat



