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Scannen für das amerikanisch-mongolische
"Deer Stone Projekt" (DSP)

 

Das „Deer Stone Projekt“ wurde 2001 ins Leben gerufen und Seite an Seite mit mongolischen Wissenschaftlern in der Provinz Hovsgol Aimag, Nordmongolei umgesetzt. 2005 wurde die Dokumentation der verzierten Steinmonolithe, welche auf das erste bis zweite Jahrtausend vor Christus datiert werden, um die 3D Scantechnik erweitert.

 

Nach einer erfolgreichen ersten Expedition im Jahre 2006, bei dem ein Scansystem der Firma Breuckmann zum Einsatz kam, sollte im darauffolgenden Jahr wieder ein System von Breuckmann eine entscheidende Rolle bei der Digitalisierung der Monolithe vor Ort spielen.

 

Auftraggeber und Projektdefinition

Im Sommer 2007 unternahm das Smithsonian Institut eine Expedition in die Mongolei, um 3D-Scandaten der Steinmonolithe aus der Bronzezeit zu erfassen. Die Datenerhebung der sogenannten „Hirschsteine“ sollte zum allgemeinen Verständnis und zur Konservierung dieser geschichtlich so bedeutenden Monumente beitragen.

 

 

Derzeit sind sie nur ansatzweise dokumentiert und der durch Umwelteinflüsse und

menschliches Zutun bedingte kontinuierliche Zerfall macht diese Maßnahmen erforderlich. Die Technik der 3D-Wiedergabe ist dabei von großer Bedeutung, denn damit können präzise und hochauflösende messtechnische Informationen gewonnen werden, die das Erstellen eines exakten dreidimensionalen Abbildes von jedem Objekt erlaubt. Zudem geschieht die Datenaufnahme berührungslos. In Verbindung mit anderen Formen der Dokumentation dienen die gewonnenen digitalen Daten als nützliches Material zur Archivierung sowie zu Forschungs- und Bildungszwecken.

 

Herausforderungen und Einsatzbedingungen

  • Expedition über 2000 km durch staubige, raue und vereinsamte Landschaften
  • extreme Wetterverhältnisse (Sand- und Wirbelstürme) und
  • drastische Temperaturunterschiede
  • sicherer Transport der hochempfindlichen Ausrüstung unter den o.g. Bedingungen
  • wechselnde Lichtverhältnisse
 

Ergebnis

Innerhalb von drei Wochen wurden 15 der 3000 Jahre alten Deer Stones komplett hochauflösend aufgenommen. Die Größe der Steine variierte zwischen 0,5 bis 3 Meter und die Messungen wurden zu verschiedensten Tageszeiten durchgeführt. Um einen 2000 Kilometer langen abenteuerlichen Transport durch schwieriges Gelände und unter anspruchsvollsten Bedingungen zu bestehen, wurde das robuste Breuckmann optoTOP-HE als geeignetes System für diese Herausforderung gewählt.

 

Alle Expeditionsteilnehmer waren gleichermaßen beindruckt von der Zuverlässigkeit des Systems. Ausgestattet mit einem tragbaren Rechner, einem Stromgenerator und einem einfachen Stativ bewährte sich das System bei Messungen selbst bei extremen Temperaturunterschieden zwischen 0°C in der Nacht und 50°C am Tag. Auch der feine Staub, der täglich über die mongolische Steppe wehte, konnte der Genauigkeit und Qualität der 3D-Scans nichts anhaben.

 

Fazit

Die 3D-Erfassung der Deer Stones gewinnt zunehmend an Bedeutung, da der Zerfall der Steine durch die herrschenden Wettereinflüsse ungehindert voranschreitet und zerbrochene Steinfragmente von Touristen als Souvenire mitgenommen werden.

 

Durch die Digitalisierung dieser historisch so bedeutungsvollen Monumente lieferte das „Deer Stone Projekt“ einen wertvollen Beitrag für die dauerhafte Konservierung vieler der Deer Stones. Die 3D-Daten der Deer Stones eröffnet Wissenschaftlern die Möglichkeit, die Gravierungen und feinen Strukturen in den Steinen zu untersuchen und zu dokumentieren. Ebenso können die Steine der verschiedenen Fundorte besser miteinander verglichen werden und aus den generierten Daten können Replikate der Deer Stones angefertigt werden. Für zwei der Steine wurde dies bereits getan, diese sollen in Zukunft im Smithsonian Nationalpark für Zoologie in Washington D.C. bestaunt werden können.

 

 

 

 

Bilder

Deer Stone
Expeditions-Fahrzeug
Abschotten des Umgebungslichts
Einer der "Hirschsteine"
Nächtliche Digitalisierungsarbeit